Fast Schlagerstar geworden - und dann einfach nach Chile ausgewandert... wie bitte?!
Shownotes
Statt Susanne sitzt diesmal eine ganz besondere Gästin am Mikro - Ramona’s eigene Mutter. Sie erzählt von einem ziemlich mutigen Neustart im Ausland, von kulturellen Aha-Momenten und davon, wie es ist, sich als Frau in einer komplett anderen Welt durchzuschlagen.
Und ganz nebenbei kommt raus: Fast hätte sie früher mal eine Schlagerkarriere hingelegt! Sagen wir so, es fehlte nicht viel bis zur weiblichen Antwort auf Heintje.
Außerdem geht’s um eine Mutter-Tochter-Beziehung, die nicht immer einfach war, aber genau deshalb heute umso besser funktioniert.
Eine Folge zwischen Chaos, Herz und „wie sind wir eigentlich hier gelandet?“
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00:00:00: Meine Mutter wäre fast die weibliche Heinch hier geworden und war ein Kinderschlagerstar in The Milking.
00:00:06: Ich habe gedacht, du sagst es nicht!
00:00:08: Das ist auch wie peinlich.
00:00:10: Herzlich Willkommen zu Sturm frei in den Highlands.
00:00:12: Wir sind Ramona und Susanne zwei Frauen in zwei unterschiedlichen Lebensphasen an einem gemeinsamen Ort der Norden Schottland.
00:00:19: In diesem
00:00:19: Podcast
00:00:20: nehmen wir euch mit in unser echtes Leben in den highlands.
00:00:22: Wir sprechen über ehrliche Entscheidungen unerwartete Umwege und darüber wie sich einen Neuanfang
00:00:27: wirklich
00:00:27: anfühlt.
00:00:30: Hallo ihr Zuckerschnuten!
00:00:32: Bevor wir in die Folge rein starten, hier noch mal ein kleines Vorwort.
00:00:36: Ich sitze nämlich heute nicht in der Sauna sondern jetzt gerade nehme ich dieses Vorwort bei mir vom Kamin auf im Buffy.
00:00:42: Susanne ist nämlich auch Frauenreise.
00:00:44: sie isst in Loch Lomond mit den Ladies und ich bin schon sehr gespannt zu hören wie es gelaufen ist.
00:00:50: Sie wird uns darüber bestimmt in der nächsten Folge ganz viel erzählen.
00:00:54: aber heute kommt eine fast Solo-Folge und zwar fast weil ich meine Mama habe sozusagen, als sie mich vor wenigen Wochen besucht hatte.
00:01:04: Warum mache ich dieses Vorwort?
00:01:05: Also es um einen.
00:01:06: um euch erstmal vorzuwahren... Ich war unfassbar heiser!
00:01:10: Ich weiß nicht ob's daran gelegen hat dass sich irgendwie Fahrradfahrer im Auto mit geschlossenen Fenstern wohl gemerkt angeschrien habe oder warum aber meine Stimme war von einem auf den anderen Tag weg.
00:01:20: das heißt ich hab mich mal so ein kleines bisschen vom Volumen runter gemacht aber es wird trotzdem noch raun kratzig.
00:01:27: also bitte verzeiht mir das.
00:01:28: und zum andern Nehmen wir draußen auf, Mama und ich sind nämlich dort am See gewesen an dem ich lebe.
00:01:33: Ich leb ja wirklich zwei G-Minuten von einem See entfernt Und meine Mama ist nun keine professionelle Podcasterin oder Instagram Star.
00:01:44: Nicht dass ich ein Star wäre Aber dementsprechend wollte ich es für meine Mama so bequem wie möglich machen und irgendwie im Haus zu sitzen während draußen die Sonne scheint, schien mir irgendwie nicht adäquat.
00:01:56: Und ich wollte das auch nicht für meine mama zu anstrengend machen da sie auch einfach gesundheitlich glaube ich auch nicht mehr irgendwie jetzt hier eine ganze stunde lang sitzen kann und reden kann.
00:02:07: aber Ich habe da mal ein bisschen was mit dir aufgenommen und Was werdet ihr gleich hören.
00:02:11: wir gehen in ihr leben so ein bisschen rein.
00:02:14: Es geht natürlich auch um ihre Auswanderer Geschichte, wir haben ja schon mal angeteasert dass meine Mama in Chile war bzw mit uns mit mir als Kind nach Chile ausgewandert ist.
00:02:24: irgendwann kam dann noch meine Schwester dazu.
00:02:27: Die waren auch nicht da, als wir ausgewandert sind.
00:02:29: Da erzählt sie uns ein kleines bisschen darüber.
00:02:31: Es wird aber nicht nur darum gehen sondern auch generell so ein bisschen im Background meiner Mama.
00:02:35: Wir gehen in die Kindheit rein wie sie dann am Ende übrigens auch in Berlin gelandet ist.
00:02:40: Wir sind nämlich keine Ur-Berliner und da tunen wir jetzt gleich mal ein klein bisschen rein.
00:02:45: Und dann hören wir uns am Ende der Folge nochmal mit meinem Nachwort Denn so beim Hören und Schneiden der Folge bin ich dann doch ein bisschen emotional geworden.
00:02:54: gerade gegen Ende mal so ein paar Worte, Abschlussworte die ich euch mitgeben möchte.
00:02:59: So und jetzt starten wir einfach mal rein in die Folge mit meiner Mama.
00:03:04: Viel Spaß!
00:03:15: Also... Mit heiserer Stimme werde ich mal versuchen diesen Podcast jetzt mit dir aufzunehmen, Mama.
00:03:22: Wir haben nämlich heute nicht Susanne hier sitzen sondern meine liebe Mama Karin.
00:03:26: Die ist aus Deutschland aus Berlin angereist.
00:03:28: Hallo Mama!
00:03:32: Ich dachte, du sagst jetzt Hallo Erstgeborene.
00:03:35: Das hätte ich auch sagen können, das stimmt!
00:03:38: Also würdest du mal beschreiben wo wir hier gerade sind?
00:03:40: Wir sitzen nämlich nicht bei Susanne in der Sauna.
00:03:42: Wir sitzen am See unweit des Hauses in dem Ramona lebt ein wunderschöner kleiner See und der Hund versucht fleißig sein Wasserspielzeug zu fangen
00:03:54: wird uns wahrscheinlich alle dass wir die Bohre noch mal werfen können.
00:03:59: Der
00:03:59: ist es schon
00:04:00: wieder, Misha?
00:04:01: Genau so ist
00:04:01: das.
00:04:01: Komm hier!
00:04:03: So jetzt werfe ich's noch einmal.
00:04:04: Einmal wollte ich euch kurz auch das Wasser vom Bach spielen.
00:04:07: Es läuft nämlich ein Bach in den See hinein.
00:04:14: und habt ihr was Heilend für die Ohren.
00:04:18: Es ist heute erstaunlich warm.
00:04:21: Die Sonne scheint und wir sitzen auf einem alten Baumstumpf unter einem Baum und beobachten das Wasser.
00:04:28: Herrlich ist es, oder?
00:04:29: Ja.
00:04:29: Einfach nur schön!
00:04:31: Also ich wollte dich einfach mal so ein bisschen hier die Mikros anschalten und mit dir quatschen weil wir sehen uns ja nicht so oft.
00:04:37: Du warst jetzt zwar in jeder Jahreszeit einmal hier Ich glaube das ist der fünfte
00:04:40: Besuch
00:04:41: Der vierte.
00:04:42: Also hast du jetzt alle Jahreszeiten einmal mitgenommen Und da wir uns nicht so often sehen aber wir unbedingt mit dir mal über die ganze Auswanderer Geschichte mit Schiele Über Schiele sprechen wollten Dacht ich machen wir das dann
00:04:53: zwar hier Sehr gerne!
00:04:55: Sehr gut.
00:04:56: also meine Mutter wie ihr wisst ist mit mir damals, neunzehnhundertneunzig oder
00:05:02: neunundachtzig?
00:05:02: Neunundachzig nach Chile.
00:05:04: Nach Südamerika ausgewandert.
00:05:05: da zum Kontext nur kurz mein Vater aus Chile, meine Mutter ist Deutsche.
00:05:09: die haben sich im Studium in Köln kennengelernt und sind dann bzw.
00:05:13: Mama ist dann mit mir ausgewandert.
00:05:16: ich meine ihr wart ja nicht mehr zusammen.
00:05:18: genau zu dem Zeitpunkt waren wir nicht mehr Zusammen.
00:05:20: Wir haben uns auch so ein halbes Jahr vor Auswanderung getrennt.
00:05:24: Aber da ich Chile durch zwei Reisen schon kannte, war ich wild entschlossen.
00:05:30: Da wandere ich aus.
00:05:32: in Deutschland wollte ich auf keinen Fall bleiben.
00:05:34: und so sind wir denn ausgewandert wie beide
00:05:37: Und das ist ja in neunzehnhunderten und achtzig.
00:05:39: also du bist eigentlich in den Achtzigern ausgewandt gar nicht in den Neunzigern.
00:05:43: Richtig!
00:05:44: Das war noch eine ganz andere Zeit.
00:05:46: Kannst Du ein bisschen was dazu erzählen?
00:05:48: Wie das ablief?
00:05:49: Ich bin ja einfach mit dem Koffer mit der KLM hierher geflogen.
00:05:52: Ich bin dann in mein Haus eingezogen.
00:05:54: Das war bestimmt ein bisschen anders nach Südamerika,
00:05:57: ja das war damals noch die Condor.
00:05:59: Die fliegt inzwischen nicht mehr nach Südamerika und wir haben vorausschickend mit meinem Ex-Mann den gesamten Hausstand, den wir vorher hatten aus einer zwei Zimmerwohnungen in Köln, gemeinsam verschifft.
00:06:13: Wir haben uns also so weit gut verstanden dass wir das alles gemeinsam gemacht haben und dieser Container dann irgendwann acht Wochen später in Chile ankam.
00:06:20: Mein Ex-Mann fuhr voraus und wir sind, also Ramon hat ich ungefähr ein halbes Jahr später nachgekommen.
00:06:26: Und haben dann unsere Sachen in den Pfand genommen und haben versucht uns zu installieren.
00:06:31: Das heißt?
00:06:32: Und jetzt du musst das nicht beantworten wenn es so persönlich ist Du bist also... Obwohl ihr euch schon getrennt hattet, hast du trotzdem beschlossen wir ziehen nach Chile.
00:06:40: So ist es!
00:06:41: Die Pläne waren früher ja immer gemeinsam.
00:06:43: und dann habe ich mir gedacht das kann ich auch alleine weil ich Chile einfach ein traumhaft schönes Land finde und nach wie vor ist es das Und ich mir dachte mit meinem Beruf kann ich überall auf der Welt arbeiten.
00:06:53: Was war denn dein Beruf damals?
00:06:55: Ich war fertig diplomierte Sportlehrerin von der Sportunschule Köln Das heißt für alle Schulstufen befähig zu arbeiten sowohl an Schulen als auch in Vereinen.
00:07:05: Und das habe ich dann auch gemacht, als ich in Chile ankam.
00:07:07: Als erstes.
00:07:08: Ja und was war für dich?
00:07:12: Du hast ja kein Spanisch gesprochen, als du dahin gezogen bist, ne?
00:07:14: Wie war das?
00:07:15: Ich auch.
00:07:15: außer Ola und Gracias konnte ich überhaupt nichts!
00:07:18: Ich hatte ein kleines Wörterbuch, ein langen Scheitwörterbuch spanish-deutsch.
00:07:22: mit dem bin ich ununterbrochen durch die Gegend gerannt.
00:07:25: Habe immer wenn ich etwas nicht verstanden habe, hab' ich gesagt stopp momentito habe nachgeguckt Und dann versucht, einen Satz zusammen zu basteln.
00:07:33: Die Leute haben immer sehr herzhaft gelacht über mich und als sie nach zwei Jahren nicht mehr lachten sondern sagten ich bin eine von ihnen da wusste ich habe es geschafft.
00:07:42: Du bist nach Santiago ausgewandert?
00:07:44: Ganz genau erst mal nach Santiago und damit du auch spanisch lernst was du ja vorher nicht konntest hab ich dich als allererstes in der ersten Woche in einem typisch chilenischen Kindergarten gesteckt.
00:07:56: Ja
00:07:56: und da warst du das einzig blonde Kind unter ganz vielen chilenischen Kindern und hast erst mal ein bisschen erstaunt geguckt.
00:08:03: Und nach einer Woche ging es los, hattest du angefangen zu sprechen?
00:08:06: Witzig!
00:08:06: Nach einer Woche...
00:08:07: Es geht unheimlich schnell bei Kindern.
00:08:09: also Du hast es schneller gelernt als ich.
00:08:12: Ja was waren die größten, ich weiß nicht ob Klischees oder Schwierigkeiten der Du als Frau die Dir als Frau begegnet sind, die auswandert weil das ist ja einfach mein krasser Hof heute auch noch.
00:08:24: aber damals mit Kind Was war da besonders schwierig?
00:08:29: Hattest du das Gefühl, als Frau hat dich das mehr gekostet.
00:08:32: Es hat mich mehr Kraft gekosted und mehr Durchsetzungsvermögen, weil die südamerikanischen Männer im Allgemeinen eine ganz andere Männerschar sind, als wir es von Deutschland oder Europa her gewöhnt sind.
00:08:45: Der Südamerkanische Mann hat immer das Bedürfnis einer Frau behörflich zu sein ihr alles abzunehmen und ihr aber auch zu zeigen.
00:08:52: ohne ihn geht's nicht.
00:08:53: Und ich wollte ja mein Leben alleine gestalten und das war etwas anstrengend Am Anfang ja.
00:08:59: Vor allem weil wir Deutschen auch sehr direkt sind, ich weiß gar nicht wie ist das mit der chilenischen Direktheit?
00:09:03: Geht es das ähnlich oder anders?
00:09:05: Die sind nicht direkt die sind eher ausschweifend.
00:09:08: wenn sie sich mit irgendetwas beschäftigen über drei Ecken und bist du eigentlich weiß was er wirklich will oder die Person wirklich von dir möchte musst du auch so ein bisschen erahnen und erfüllen.
00:09:18: und diese Empathie hatte ich am Anfang leider nicht so weil ich halt sehr deutsch geprägt nach drüben kam.
00:09:25: Ich habe immer gedacht, dass was ich sage wird dann auch so gemacht.
00:09:28: Und es war aber nicht so ob das Verabredung waren oder auch Kompromissos was die Arbeit angeht oder Jobangebote Die haben das irgendwie immer ein bisschen anders verstanden als ich und daran musste ich mich gewöhnen.
00:09:40: Aber dann sind wir insgesamt zehn Jahre geblieben in Chile und du hast danach fließend spanisch gesprochen hattest auch Business den dort aufgebaut deine Kinder sind dort aufgewachsen ging es ab und an auch mal.
00:09:53: Irgendwann dann ja für immer zurück nach Deutschland, hattest du da so eine Art Kulturschock?
00:09:59: Nicht direkt Kultureschock aber man hat den Unterschied deutlich gemerkt.
00:10:03: wieder zu Hause zu sein bedeutete ich kann auf einen Lichtschalter drücken und das Licht brennt und es gibt Heizkörpern Es gibt ne Heizung.
00:10:09: Das waren alles Dinge die ich viele Jahre sehr vermisst habe.
00:10:12: Aber man gewöhnt sich an Alles.
00:10:14: also Ich hab gelernt unter einfachsten Bedingungen Zu Leben Und Wieder Zurück in Deutschland.
00:10:19: Da Hat Man Einfach alles und deswegen wenn in Deutschland Manchmal gemäckert wird, was alles so schlecht ist.
00:10:24: Wir meckern auf hohem Niveau weil woanders geht das Leben ganz anders ab.
00:10:29: Aber es hat mich befähigt diese zehn Jahre in Chile dass es mir heute völlig egal ist wo ich bin.
00:10:33: Ich kann mich an alles anpassen und überall etwas Schönes entdecken und was Reizvolles finden.
00:10:39: Du bist sehr
00:10:40: anpassungsfähig?
00:10:41: Es bin inzwischen sehr an passungspfähig geworden.
00:10:44: Und vor allem wo du jetzt bist also ich könnte direkt hier bleiben Geht leider nicht.
00:10:48: Bist
00:10:48: du ein
00:10:49: kleines bisschen neidisch?
00:10:50: sei ehrlich
00:10:51: Ich bin mega neidisch.
00:10:53: Sorry!
00:10:55: Das ist okay, ich finde man darf neidig sein.
00:10:58: Hallo Misha?
00:10:59: Man muss es...ich find einfach schön wenn man's zugibt ganz offen darüber redet.
00:11:03: Es ist ein gutes Neidisch sein, das ist ja nicht dass du mir das nicht gönnst.
00:11:07: und du hattest gesagt Heizung Lichtschalter Gut, jetzt hört sich das so an als wäre Chile damals in der Mittelalterzeit gewesen.
00:11:14: War es ja nicht.
00:11:14: aber vielleicht da zum Kontext?
00:11:16: Wir haben ja nicht immer in einer Stadt gelebt.
00:11:18: wir sind dann irgendwann aufs Land gezogen.
00:11:19: Wir sind
00:11:19: dann auch aufs land gezogen ganz genau.
00:11:20: und wenn man Chile jetzt mal ans Land nimmt so war das in den neunziger Jahren eben so und der Lebensstandard natürlich ist ja heute im Jahr viel größer.
00:11:29: Es hat teilweise amerikanische Verhältnisse angenommen aber damals...
00:11:32: Aber jetzt bezogen oft des Aufslandziehen da hatten wir ja noch Strom.
00:11:37: Wir waren die einzigen mit Toilette dort.
00:11:39: Es gab keine Heizung,
00:11:41: kein Gas...
00:11:42: Genau!
00:11:42: Wir hatten einen Ofen im Wohnzimmer und im Winter haben wir wirklich auf Schaffällen du und deine Schwester vor dem Ofen auf den Fußboden geschlafen weil es sonst insgesamt zu kalt gewesen wäre ja?
00:11:54: Und im Sommer haben wir im Bett zu dritt geschlaven aber es gab in dem Sinne keine Heitzung dass man's immer mollig warm hatte.
00:12:01: Ja, es gibt auch eine Regenzeit Da wo es dann mal zwei Monate durchregnen kann, wenn man Pech hat im Winter und dann kommst du auch nicht vor die Tür.
00:12:08: Und wir waren die einzigen Leute, die eine richtige Toilette hatten.
00:12:12: Meine Nachbarn hatten alle Plumskloos.
00:12:14: Genau das ist in Chile auf dem Land so üblich und wenn das Plumsklo irgendwann mal voll ist wird ein neues gebuddelt.
00:12:20: Das heißt es wird einfach zugeschüttet?
00:12:21: Genau und zehn Meter weiter kommt das nächste Loch.
00:12:25: Man sieht das nicht so eng oder man leitet alles an die diversen kleinen Flüsse.
00:12:29: Lecker!
00:12:29: Sehr lecker.
00:12:32: Das wusste ich damals noch nicht, als ich dahin zog.
00:12:35: Und hinter unserem Haus war ein kleiner süßer Fluss und da ist Ramona dann als Kind direkt reingesprungen und hat köstlichstamisiert bis ich merkte, dass sie einen Eckzehen bekommen hat weil das Wasser ein bisschen dreckig war.
00:12:46: Ja!
00:12:47: Das war es damit im Baden.
00:12:48: Wie
00:12:48: heißt das schöne Lied?
00:12:50: What doesn't kill you makes you stronger?
00:12:51: So
00:12:52: ist das.
00:12:53: Dreck herrtet ab
00:12:54: Das ist richtig.
00:12:56: Aber du warst sehr glücklich da, weil du hattest ein Pferd?
00:12:59: Stimmt!
00:12:59: Fand es mit einem Pferdd zur Schule reiten?
00:13:01: Man muss auch dazu sagen für deutsche Verhältnisse ... Ich war kein klassisches Pferdemädchen.
00:13:07: Es war auch kein Sattel den wirten.
00:13:10: Der wurde nie benutzt
00:13:10: glaube ich.
00:13:11: Kaja hieß das Pferrd und es war wirklich alles so cowboy-mäßig aber eben nicht so Western-Style-Reiten sondern einfach...
00:13:20: Man reitet ohne Satteln
00:13:22: Ohne Sattel, man hält sich an der Mähne fest und ich bin tatsächlich ab und an mit dem Pferd zur Schule.
00:13:26: Bin dann abgestiegen, hab den Pferdenklapps aufm Po gegeben und ist wieder zurückgerannt.
00:13:30: So ist das ganz genau!
00:13:32: Und kaum konnte deine kleine Schwester halbwegs sitzen, hast du sie vorne auf dem Pherd mitgenommen und bist mit ihr durch die Gegend geritten?
00:13:39: Also ich muss sagen, Aufwachstechnisch als Kind war es natürlich super, super schön.
00:13:45: Ich fand's ein bisschen schwierig, dass ich immer die Blonde war aber... Es war ja ein Privileg.
00:13:52: Die haben mich immer Barbie genannt und so, das war was wo ich mich mal dran gewöhnen musste.
00:13:55: Ich hatte strahlend blondes Haar
00:13:58: Ja und stahlblaue Augen und das sind sie halt da nicht gewöhnt.
00:14:02: Aber der Zusammenhalt im Dorf unter den Frauen Den fand ich wirklich gut weil wir haben zum Beispiel einmal die Woche alle zusammen Brot gebacken Ach!
00:14:10: Weil dann macht man viele Dinge gemeinsam auch Schlachten oder auf die Jagd gehen.
00:14:15: Man darf da ganz frei auf die jagd gehen Auf Kaninchenjagd oder was auch immer.
00:14:19: Das haben wir immer im Verbund gemacht, mit Einwohnern des Dorfes.
00:14:24: Die haben mich sehr herzlich aufgenommen und alles beigebracht.
00:14:27: Ich kann heute schlachten oder schießen, ich kann einen Tier ausnehmen... Das hat die in Deutschland niemals gelassen!
00:14:33: Das ist eine Frau, die hier neben mir sitzt.
00:14:36: Irgendwann hieß es dann jetzt gehts zurück?
00:14:39: Also ein Moment, die Mischers wieder hier so.
00:14:46: Eigentlich hat sozusagen die Gemeinschaft ... Ziemlich hohen Stellenwert gehabt damals, genauso wie hier auch.
00:14:53: Man muss sich gut mit den Nachbarn verstehen
00:14:56: und
00:14:56: sich immer wieder helfen zeigen, dass man anpacken kann, weil man braucht die irgendwann.
00:15:01: Meine Nachbarin hat zum Beispiel einmal ein Kind entbunden.
00:15:04: das wird da üblicherweise zu Hause erledigt Und ich habe ihr dabei geholfen so gut Ich konnte und daraufhin wurde dieses Kind dann Carina genannt Weil ich halt bei der Geburt dabei war.
00:15:14: Das fand ich sehr nett.
00:15:16: Mama, hast du ja wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen.
00:15:19: So ist es!
00:15:20: Was können wir denn noch aus unserer Schielezeit erzählen?
00:15:24: Es gibt keine gesetzlichen Krankenversicherung.
00:15:26: die gibt das nach wie vor nicht.
00:15:27: Es gibt so eine Art Grund für Versicherung durch den Staat der dir überhaupt nichts bringt genauso wie die staatlichen Krankenhäuser die dir überhaupt nicht helfen können weil sie von der Ausstattung und den Mitteln her so begrenzt sind.
00:15:39: man muss sich privat versichern Und wenn man wirklich ernsthaft erkrankt, dann hat man ein Problem.
00:15:44: Wenn man nicht genug Geld auf dem Konto hat und das ist einfach so.
00:15:48: Gibt es noch irgendwelche Anekdötchen die wir haben?
00:15:50: Oh, Anek-Dötchen hätte ich ganz viele aber die sind nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, so leid's mir
00:15:55: tut.
00:15:56: Mama!
00:15:56: Das ist doch der Podcast wo wir blank ziehen.
00:15:59: Nein, hier muss man
00:16:00: alles... Hier muss man...
00:16:01: Nein, es gab sogar schon einen besorgten Anrufe von deinem Vater, der genau wissen wollte was ich auspacke Und ich hab's ihm versprochen.
00:16:11: Nein, gewisse Dinge sind nicht fürs Interesse.
00:16:13: Du bist doch gar nicht mehr mit dem verheiratet?
00:16:15: Das
00:16:15: hat damit nichts zu tun!
00:16:16: Nein das machen
00:16:17: wir nicht.
00:16:18: Gut dann eben keine Intimdetails.
00:16:20: Würdest du sagen von deinen Schwestern, dass du die Verrückte bist im Sinne von wie du dein Leben so gestaltet hast?
00:16:27: Definitiv ja.
00:16:29: Ich habe ja fünf Schwesten, die heute nicht mehr alle leben.
00:16:32: aber einige gibt es noch.
00:16:33: und die älteste Schwester, die ich hatte mich sogar mal in Ziele besucht Und die hat sich etwas schwergetan am Anfang mit den Umständen, die es dazu gibt.
00:16:41: Die kam mit einem Fußhantuch an.
00:16:42: Das ist zum Beispiel eine Anektote, die darf ich erzählen?
00:16:46: Meine große Schwester Angelika hatte ein Fuß-Hantuch dabei im Koffer und dann hab' ich ihr gesagt das brauchst du hier nicht.
00:16:52: Aber wie im Fußhandtuch?
00:16:54: Ein Fuß Handtuch um sich die Füße mehrfach am Tag zu waschen und zu trocknen.
00:16:58: Warum?
00:16:59: Weil sie die Angewohnheit hatte immer sehr ordentlich gewaschen durch die Gegend zu laufen.
00:17:03: Aber
00:17:03: das heißt nichts typisch Deutsches dass man einen Fuß
00:17:05: handtuch hat?
00:17:05: Nee das weiß typisch.
00:17:06: Angelika.
00:17:07: Da wir da eh nur barfuß durch die Gegend gerannt sind, auf dem Land und über Stock- und Stein die Gegende erkundet haben habe ich ihr dann einfach gesagt das Fußhandtuch das kannst du wieder in den Koffer tun und kurz vor Rückreise kannst du dann mal die Füße sauber machen.
00:17:20: Habt ihr nicht gehuscht?
00:17:21: Doch haben wir.
00:17:22: aber wer hat ihn wirklich wenn er im Sommer hatte?
00:17:24: sie hatten mich im Sommer besucht und die sechs Wochen die sie da war wir sind Stock und Stein sind wir Erkundigungen gemacht im Norden
00:17:31: Pieles
00:17:32: immer durch Staub, durch Sandfelsen geklettert.
00:17:35: Sie hat sich köstlich amüsiert und irgendwann war das Fußhantuch vergessen.
00:17:39: Und sie hat sich genauso benommen wie alle anderen auch.
00:17:45: Hat dich sonst noch irgendjemand aus Deutschland mal in Chile besucht?
00:17:49: Nein, meine Schwester war die Einzige.
00:17:51: Das ist ein
00:17:51: super teurer
00:17:51: Flug gewesen.
00:17:53: Auch
00:17:53: damals war er schon teuer aber letztendlich war sie die Einzeige, die mich jemals besucht hat.
00:17:58: Aber gut!
00:17:59: Und hattest du Frauenfreundschaften außerhalb der DROF-Gemeinschaft, aber so richtige Frauenfreunenschaft in Chile?
00:18:05: Ich hatte eine Frau in Freundschaft.
00:18:07: Das war ein Mädchen, das hieß Malanga.
00:18:09: Die habe ich damals über den Job als ich in einer deutschen Schule als Sportlehrerin gearbeitet hab ganz am Anfang kennengelernt.
00:18:16: Aber irgendwann...ich weiß auch nicht wie ist das Ganze auseinandergedrüftet und ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung mehr ob es die noch gibt wo sie lebt was aus ihr geworden ist.
00:18:26: Irgendwann mit der Rückkehr nach Deutschland war das auch plötzlich vorbei.
00:18:30: Ich kriege immer ganz viele Facebook-Anfragen, Freundschaftseinfragen von Leuten die ich nicht kenne aber die irgendwie so in diesem Kosmos Chile sind oder aus Chile kommen und manchmal schreiben sie mir dann und da sind eben die Kinder von irgendwelchen Bekannten von dir, die sich noch an mich ganz genau erinnern weil die vielleicht ein paar Jahre älter waren als ich wo ich mich aber nicht mehr erinneren
00:18:50: kann.
00:18:51: Da hab ich inzwischen eine ganze Community.
00:18:53: Ich muss sagen, es tut mir total leid.
00:18:54: Ich weiß nicht wer die sind.
00:18:56: Bin mir inzwischen sicher, das sind alles Leute aus dem Dorf,
00:18:59: in dem wir der Frau gewohnt haben?
00:19:00: Das kann gut sein.
00:19:01: Vor allen Dingen von der Familie gegenüber.
00:19:03: Die haben dich sehr heiß und ähnlich geliebt.
00:19:06: Und inzwischen ist auch die Mutter da.
00:19:08: damals als Kind entbunden hat, ist leider jetzt verstorben.
00:19:10: Und
00:19:11: ganz relativ schnell an einer Krebserkrankung aber ihre Töchter vererren uns nach wie vor.
00:19:17: Es hängen dicke Bilder von dir und deiner Schwester dort im Wohnzimmer.
00:19:21: Und wir haben einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.
00:19:23: Vor allen Dingen, als ich nach Deutschland zurückging, habe ich dieser Familie meinen gesamten Besitz geschenkt die das fährt sämtliche Tiere und die waren sehr glücklich mit diesen ganzen Sachen weil das konnten wir auch alles nicht mitnehmen lediglich das Haus.
00:19:36: das habe ich verkauft.
00:19:38: ja war eine schöne Zeit und ich bereue nichts.
00:19:42: vermisst du es manchmal?
00:19:45: Ja tue ich aber ich weiß dass sich heute in dem Alter in dem ich jetzt bin noch mal machen würde.
00:19:52: Was waren die Gründe, warum du wieder zurückkommen wolltest?
00:19:55: Grund eins war das es ökonomisch unheimlich anstrengend für mich war.
00:20:00: Ein gewisses Niveau lebensmäßig zu halten mit zwei Kindern und der Grund zweit war dass meine Familie in Deutschland immer wieder gesagt hat Ihr müsst doch irgendwann mal wiederkommen.
00:20:12: Du kannst auch deine Kinder nicht eine Zukunft berauben, die sie hier haben könnten.
00:20:16: Sie können hier Abitur machen studieren das kriegst du in Chile doch alles gar nicht hin finanziell und sie hatten eigentlich auch recht damit.
00:20:24: Und so bin ich dann letztendlich zu der Überzeugung gelangt dass es für euch beide besser ist wenn ihr in Deutschland groß werdet Ja und ausbildungsmäßig alles in Deutschland erlebt.
00:20:32: und was ihr denn daraus macht Das muss jeder selber wissen.
00:20:36: Was haben wir daraus gemacht?
00:20:37: Die größte ist trotzdem ausgewandert
00:20:39: So ist es.
00:20:40: Die Jüngste nicht, die hat aber genug anderes zu tun...
00:20:42: Und was habe ich mit meinem tollen deutschen Abitur gemacht?
00:20:45: In Schauspielstudium!
00:20:47: Also ich hab ein Clowns-Diplom.
00:20:48: also das ist die große Zukunft, die unsere Familie für mich vorgesehen hat.
00:20:53: Das ist nicht immer wichtig, was du gelernt hast oder was du studiert hast sondern dass womit du glücklich bist.
00:20:58: und wenn du jetzt mit deinem Leben glücklich bist und mit deinen Job den du hast, Marc ist ein ganz völlig anderer Beruf sein dann ist das doch völlig in Ordnung.
00:21:06: Noch eine Frage bezüglich.
00:21:09: Ich hab ja jetzt einen anführungsstrichen normalen Job.
00:21:12: Das erste Mal in Vollzeit, Montag bis Freitag auf einer Skala von eins bis zehn.
00:21:17: wie erleichtert bist du das ich noch den Einstieg in ein Anführungszeichen normales Jobleben geschafft habe nach Schauspielzeit und Nanny Travels?
00:21:25: Also ich bin ganz ehrlich!
00:21:26: Ich hätte mich auch mega gefreut wenn Du als Schauspillerin der kometenhafte Superstar geworden wärst.
00:21:31: dem ist nicht so und Du hast für Dich entschieden dass dein Leben ein anderes wird.
00:21:37: Ja, ich bin zufrieden und ich bin auch ein bisschen entspannter.
00:21:40: Weil du verdienst dein eigenes Geld und du kommst klar.
00:21:43: Wie lange du das machst?
00:21:44: Und was du daraus machst ist völlig dir überlassen.
00:21:47: Du bist schon groß wie man so schindelt.
00:21:48: Und hattest du nie Zweifel weil du hast mich ja wirklich völlig unterstützt bei dem Vorhaben nach der Schule direkt Schauspiel zu studieren dann würden die meisten sagen Lern doch erst mal etwas Anständiges mach ne Lehre mach irgendwie BWL irgendwas Fühl dir das leicht, einfach zu sagen go follow your dream mein Kind?
00:22:04: Ja.
00:22:04: Das fiel mir leicht weil du seit deinem vierten Lebensjahr nichts anderes gemacht hast.
00:22:07: ich habe seit soviel Jahre alt bis jeden Tag eine Nachmittagsvorstellung im Keller genossen.
00:22:11: Irgendeine Aufführung hat immer auf mich
00:22:13: gewartet.
00:22:13: Hat er auch nicht gekostet?
00:22:14: ne Eintritt musste mal gezahlt werden?
00:22:16: Ja
00:22:16: man musste Eintritte zahlen Man musste sich die Zeit nehmen Schon
00:22:18: damals eine Businesswoman
00:22:20: Und ich wusste dass ist dein Wunsch und dein großer Traum und dann hast Du es halt gemacht.
00:22:24: und der Berufswunsch von Kindern.
00:22:25: da sollten Eltern sich überhaupt nicht einmischen.
00:22:29: Das waren andere Zeiten und meine Eltern haben natürlich geguckt, was für Berufe ergreifen die Kinder.
00:22:35: Aber sie haben uns jetzt auch nicht gedrückt in einen bestimmten Beruf sondern wir konnten schon frei entscheiden.
00:22:39: aber es war immer so im Hintergrund.
00:22:40: das muss etwas Anständiges sein ja und du musst damit dein Leben gestalten können Und heute ist das absolut frei für jeden.
00:22:47: Jeder kann machen, was er will!
00:22:49: Man muss ja dazu auch sagen... Das fährt mir jetzt gerade erst ein.
00:22:52: Ich bin mal gespannt ob du Lust hast darüber zu reden.
00:22:55: Meine Mama hat ja auch schon kleine Promi-Erfahrungen gemacht als Kind.
00:22:59: Oh Gott
00:23:01: Meine Mutter wäre fast die weibliche Heinch hier geworden und war ein Kinderschlagerstar in dem Milking.
00:23:07: Ich hab gedacht, du sagst es nicht!
00:23:11: Jetzt habe ich's angebracht.
00:23:12: also erzähl
00:23:12: mal.
00:23:14: Ich
00:23:15: krieg die Storring nicht mehr so ganz auf die Reihe aber wir leben damals auf einer deutschen Nordseeinsel und das war damals zu Zeiten des Dieter Thomas Heck in den siebziger Jahren.
00:23:25: Das heißt ich müsste ungefähr dreizehn-viertzehn gewesen sein Und die Tatthomas Heck, der die Hitparade machte hat immer so eine Art Behinder-Tournee gemacht.
00:23:34: Indem er einen Art Wettbewerb gestartet hat und die Leute kamen hin und man konnte sich melden und ein Gesangswettbewerk absolvieren.
00:23:44: Da habe ich damals als junges Mädchen zusammen mit meinem Musiklehrer aus der Schule, aus der Realschule einen Gospel geschmettert an diesem Abend.
00:23:52: Ein
00:23:52: Langeoog war auf
00:23:54: Langeroog?
00:23:54: Ganz genau!
00:23:55: Sehr zu Freude meiner Mama Die für Musik sich immer sehr interessiert hat und die immer dafür gesorgt hat, dass sie auch mit Musik im Berührung kommen.
00:24:03: Und ich habe es sehr gerne gesungen!
00:24:05: Und dann hab' ich diesen Contest auch noch gewonnen... ...und der erste Platz war ein Plattenvertrag mit der BASF, die es heute nicht mehr gibt als Plattenfirma.
00:24:13: Und Dieter Thomas Heck hat das Lied von der B-Seite geschrieben.
00:24:17: Nee, die A-Seit, also eine Single.
00:24:20: Und die habe ich dann einen Jahr später in Berlin aufgenommen.
00:24:23: Wie hießt die Single?
00:24:24: Keiner weiß genau, was wird morgen sein.
00:24:27: Oh, Mami!
00:24:28: Wie passet?
00:24:29: Kennst du noch die Melodie ein bisschen?
00:24:30: oder...
00:24:31: Keiner weiss genau Was wird.
00:24:34: morgen seien Kehrt vielleicht das Glück Blablabla und so weiter.
00:24:39: Ja, doch richtig schöner
00:24:40: deutscher Schlager.
00:24:41: Und dann, was ich ja eigentlich viel spannender finde ist Was danach passiert ist?
00:24:46: Weil du hattest dann den Plattenvertrag.
00:24:48: Und was ist dann passiert, wie hat sich dein Leben dann schlörgartig verändert?
00:24:51: Das
00:24:51: Thema hat sich insofern verändert dass natürlich die Kinder in der Schule mega neidisch waren darauf und haben mich nur noch auf gut Deutsch fertig gemacht.
00:25:00: Die haben mit dieser Single, die das dann auch zu kaufen gab, haben sie Frisbee am Strand gespielt und haben sich über mich lustig gemacht.
00:25:08: Die Plattenfirma meinte, ich muss jetzt eine Art Radio-Tournee durch ganz Deutschland machen.
00:25:12: Weil dieses Lied musste ja auch vorgestellt werden.
00:25:15: und dann habe ich irgendwann gemerkt das ist doch nicht so das was ich möchte.
00:25:19: Und dann hab' ich ganz puppert hier einfach alles gestoppt und hab gesagt Ich will das gar
00:25:23: nicht.
00:25:24: Wann war das?
00:25:24: Da warst du glaube ich im Studio mit Dieter Thomas Heck weil ihr was ein Album aufnehmen wolltet oder?
00:25:28: Ne ne das war dann vorher aber die Pläne waren später auch ein Album irgendwie aufzunehmen.
00:25:32: jedenfalls habe ich dann irgendwann gesagt ich möchte das nicht mehr Und dann habe ich keinen Pieps mehr gesungen.
00:25:38: Also Mama, da gibts ja aber noch mehr Details... Das war ja.
00:25:41: damals hast du erzählt im Tonstudio und dann hast du mit Absicht falsch gesungen damit der Dieter Thomas Heck kein Bock mehr auf dich
00:25:48: hat.
00:25:48: So ist
00:25:48: es!
00:25:49: Was hat deine Mutter gesagt?
00:25:51: Meine Mutter war bestimmt traurig weil sie schon gesehen hat dass mir das singen sehr große Freude machte.
00:25:57: Aber ich wollte halt dieses ganze Kommatelle nicht darum und vor allen Dingen wollte ich in der Schule meine Ruhe haben, das war mir wichtiger.
00:26:03: Es ist als Kind, glaube ich auch oder Jugendliche.
00:26:05: Du warst ein Kind ja noch?
00:26:06: Ja!
00:26:07: Da gab es noch eine Geschichte und zwar irgendwann war er bei dir.
00:26:10: dann habe ich, hast du mir mal erzählt die Tina das Magazin oder war das...
00:26:15: Genau jetzt gab jede Menge Yellow Cross in Deutschland.
00:26:17: Die gibt's auch heute noch.
00:26:19: Und dann kam irgendwann mal die gelbe Tina Zeitung um die Ecke und wollte also eine Homestory mit uns machen.
00:26:25: Und das haben wir dann auf Langau auch gemacht mit der gesamten Familie, mit dem Pony.
00:26:29: was wir besessen haben.
00:26:30: Das hat die Ponykutsche gezogen und wir saßen alle auf der Kutsche und dann saß meine Mutter zusammen mit mir und den anderen Geschwistern auf der kutsche.
00:26:39: Man muss dazu sagen meiner Oma hatte da... Schon fünf Kinder.
00:26:43: Die war wahrscheinlich auch nicht in the best model shape, kann man
00:26:46: sagen?
00:26:46: Ja, immer sagt jedenfalls der Redakteur, der das Ganze da aufgenommen hat... Ne also so machen wir das nicht.
00:26:51: und dann hat er meine Mutter runter genommen von der Ponykutsche und hat die Frau von Dieter Thomas Hekt daneben gesetzt Und dann so mit Hannah sei das deine Mutter?
00:26:58: Ganz genau!
00:26:59: So ist es dann in der Zeitung erschienen.
00:27:01: Also glaubt nicht alles was ihr in den Medien liest Leute
00:27:06: Nicht alles was Ihr liest Es war, das habe ich damals schon kennengelernt.
00:27:11: Abwohl, ich gebe zu.
00:27:12: Ich hab bis heute noch ein Exemplar dieser Zeitschrift.
00:27:15: Mit deiner Fake-Mutter?
00:27:17: Ja mit meiner Fakemutter genau!
00:27:19: Also Mama,
00:27:19: ich muss ja immer wieder sagen... ...ich hätte so Lust wenn ich die Kapazität hatte und das Geld einfach eine Verfilmung deines Lebens zu machen Und nicht nur weil ich natürlich meine Mutter liebe und sie die coolste Mutter auf der Welt ist und ich immer ihr Fan sein werde Aber weil es wirklich so spannend ist.
00:27:32: also Kinderschlagerster auf lange Och Nach Chile ausgewandert.
00:27:37: Sport studiert war ja damals auch vielleicht nicht zukunftssicheres, kann man sagen?
00:27:41: Ja
00:27:41: aber ich fand mein Leben als ich zurückkam dann auch wieder ganz cool weil ich den Beruf nochmal wechseln musste.
00:27:46: Was hast du denn gemacht?
00:27:48: Als ich zurück kam mit euch nach Deutschland war ich ungefähr vierzig Jahre alt und dann wollte ich als Sportlehrer arbeiten und dann sagte man mir Ich wäre zu alt.
00:27:56: Als Lehrer an einer deutschen Schule wäre ich definitiv zu alt.
00:27:59: Weil du sozusagen
00:28:00: nicht im deutschen System warst?
00:28:01: Genau,
00:28:01: ich war ja nie im deutschen system drin und ich wär jetzt also vom Alter her nicht mehr passend.
00:28:06: Und dann war ich so sauer darüber Dass ich zum Arbeitsamt gegangen bin und hab gesagt so dann lerne ich jetzt was neues und Dann habe Ich über das arbeitsamt ganz praktisch eine Umschulung gemacht und bin Rettungsassistentin geworden.
00:28:19: Das ist der heutige Notfallsanitäter.
00:28:20: Also eine komplette Berufsausbildung nochmal Im Rettungstienst und habe dann sehr viele Jahre erfolgreich im Rettungsdienst gearbeitet.
00:28:28: Das hat mir mega Freude gemacht, weil wieder die Action da war, die ich so vermisste.
00:28:32: Ihr müsst euch meine Mutter vorstellen?
00:28:34: Die hatte damals auch schon über die Schulter Geharre gehabt.
00:28:37: Locken war eine der wenigen Frauen in dem Rettungsthins dort wo wir gelebt haben.
00:28:42: Und das sah schon cool aus!
00:28:43: Eine Frau mit offenen Haaren um die Kurve gejagt, die Haare fliegen und dann leben retten.
00:28:49: Also langweilig
00:28:49: hast du sniegert...
00:28:55: Das ist mega gut, das hohen an.
00:28:57: Und
00:28:57: dann hast du das gemacht und das ist ja auch eine ganze Weile gemacht?
00:29:01: Da sind wir wieder zurück nach Deutschland.
00:29:02: Du hast die Ausbildung gemacht.
00:29:04: Wir haben bei deiner Mutter, bei meiner Oma gewohnt mehr Generationenhaushalt und dann gab es aber nochmal den Wechseln nach Berlin.
00:29:10: So was!
00:29:11: Ich bin dann einmal nach etlichen Jahren eine Woche in Urlaub gefahren und siehst der Zufall so wild auf der Welt habe ich oben in der Türkei auf einem Berg einen Ost-Berliner können reden Und das ist der Grund, warum ich heute im Wettbewerb
00:29:24: bin.
00:29:24: Und Schaman, wie Sie sind?
00:29:25: Da hat er dich um
00:29:26: den Finger
00:29:26: gewickelt!
00:29:27: So ist es.
00:29:27: Er hat mich auf ein Eis eingeladen und schwuppt die Wuppe waren wir verbandelt.
00:29:31: Genau.
00:29:33: Da hast du mir die Geschichte erzählt, dass da schon die ganze Zeit so Vibes zwischen euch war in dem Hotel oder in einem Gasthaus... ...und dann waren aber auch andere Gäste.
00:29:41: Aber es war relativ ein kleines Hotel.
00:29:43: Ein kleines Gasthouse, was man kannte sich.
00:29:45: Und die waren alle sozusagen wollten noch, dass sich die beiden endlich küssen bevor der Urlaub hier vorbei ist.
00:29:50: Und dann ist es passiert.
00:29:51: Erzähl mal!
00:29:52: Ich war im Prinzip zwei Tage vor Abreise habe ich ihn kennengelernt und er hat mich sehr kündiglich ein Pool immer mit Weißwein- und Eis versorgt.
00:30:00: Er hatte seine beiden Töchter mit dem Urlaub, die haben etwas skeptisch geguckt... ...und als es dann soweit war das ich abreisen musste, haben sie alle anderen Gäste, mit denen ich ja bestens befreundet war nach einer Woche dahingestellt haben sich bei mir verabschiedet und dann stand er als letzter in der Reihe.
00:30:16: auch plötzlich da drückte mir ein Zettel mit seiner E-Mail-Adressin die Hand.
00:30:20: Und ehe es mich versah hat er mir einen richtigen echten Kuss gegeben.
00:30:24: Echten Berliner Kuss?
00:30:26: Echten
00:30:26: berliner Kurs!
00:30:27: Ich bin völlig entgeistert mit bebenden Lippen ins Taxi geschrieben.
00:30:32: Das ist wie du in Berlin gelandet bist.
00:30:34: das heißt sorry wenn wir euch da einige enttäuschen wir sind keine Urberliner Aber meinen Stiefpapa, was ich finde klingt immer so gemein.
00:30:42: Ist er nicht gemein?
00:30:43: Ich liebe den ist Berliner meine Stiefschwestern berliner.
00:30:46: also eigentlich sind wir jetzt eine halbberliner Familie
00:30:48: ganz genau und das seit zwanzig Jahren.
00:30:50: ja
00:30:51: schön
00:30:52: susanne und ich sprechen auch oft immer darüber was uns zu unsere geschichten und erfahrung gelehrt haben was in die großen learnings die wird daraus gezogen haben.
00:30:59: wir sagen herr immer Du kannst viel planen, aber viele Sachen müssen auch einfach Bauchgefühl sein und richtige Intuition
00:31:06: und richtiges
00:31:06: Timing.
00:31:07: Hast du irgendein großes Learning aus deinen ganzen Jagen und Erfahrungen und Tabetenwechsel?
00:31:13: Das größte Learning was ich habe von damals in den Neunzigern bis heute ist für immer auf deinem Bauch gefühlt.
00:31:19: Also genau wie Susanne und ich!
00:31:21: Ja ganz genau jedes mal wenn ich nicht drauf gehört hab bin ich richtig schön auf die Fresse gefallen.
00:31:27: Hast einmal einen auf die fresse fallen Moment den du mit uns teilen möchtest.
00:31:30: Ja, das war damals in Chile als ich mir ein Business aufgebaut habe und ich hab mir irgendwann weil es gut lief einen chilenischen Partner mit hineingenommen.
00:31:38: Und der hat mich wirklich hinter Rücks aus dem Geschäft gekickt.
00:31:42: Ich hatte von einem Tag zum anderen kein Business mehr, nur weil ich rechtlich nicht auf der Höhe war und die Geflogenheiten nicht kannte.
00:31:47: Und er hat mich einfach rausgekickt!
00:31:49: Wo hast du da nicht auf dein Bauchgefühl gehört?
00:31:51: Hattest du mit dem komisches Gefühl
00:31:52: oder...?
00:31:52: Ich hatte ein komisches Gefühle... Das war eine Empfehlung eigentlich sogar von Leuten aus Deutschland, die ihn mir empfohlen haben als verlässlichen Businesspartner.
00:32:01: Er war überaus charmant und zuvorkommt aber sobald er fest im Sattel saß, hat er den Spieß umgedreht und hat mich rausgekickt sodass ich nach drei Jahren harte Arbeit vor dem Nichtstand.
00:32:11: Das hat mich erstens maßlos wütend gemacht.
00:32:15: Man muss
00:32:15: sagen,
00:32:16: du
00:32:17: hast deine ganze Physiotherapie-Schule, Rückenschule hieß das?
00:32:21: Genau
00:32:21: ich hatte eine Rückenschule nach dem deutschen Vorbild der deutschen Rückenschulen und die lief eigentlich Bombe.
00:32:28: Also Learning ist generell im Leben immer auf sein Bauchgefühl
00:32:34: hören.
00:32:35: Die Kinder muss man ziehen lassen.
00:32:37: Ja vor allem muss man loslassen können.
00:32:39: Dafür habe ich am längsten gebraucht, glaube ich.
00:32:41: Echt?
00:32:41: Ja!
00:32:42: Ich glaub bis vor zwei Jahren hab' ich's nicht gerafft dass man Kinder loslassen muss und ich glaube ihr beide wart etliche Male Stink-Sauer mit eurer Mutter weil ich mich immer in alles gerne eingemischt habe, gerne für euch alles erledigt habe.
00:32:55: Die Grenzüberschreitungen...
00:32:56: Grenzüverschreitung
00:32:57: ohne Ende bis man mir mal unmissverständlich von zwei Seiten gesagt hat lass es.
00:33:02: und ich glaub jetzt hab ich's verstanden.
00:33:03: Und seitdem muss man ja auch sagen, ist unsere Beziehung noch viel besser als sie es schon war.
00:33:09: Es hat sich generell verbessert, seit ich erwachsen geworden bin.
00:33:11: Ganz
00:33:11: genau!
00:33:12: Das stimmt und wenn man das nicht lernt dann verliert man seine Kinder.
00:33:15: Das kann nicht allen Müttern die zuhören nur raten lasst los.
00:33:19: Die sind schon groß und können das Ding alleine stemmen.
00:33:23: Ja es ist so ein bisschen wie ich ziehe immer gerne.
00:33:25: Ist natürlich ein blöder Vergleich.
00:33:26: aber den vergleich zur Arbeitswelt weil wir bei uns in der Firma sagen Also jemand, ein Chef der darf nicht micromanagen.
00:33:34: Weil wir da festen Überzeugungen sind das tötet jegliche Kreativität und Willen und Bereitschaft der Person mehr zu machen oder auch überdurchschnittlich sozusagen zu performen.
00:33:45: Und so ist es finde ich aber auch mit Beziehungen, wenn du Sachen verbietest oder dich zu sehr einmischt oder zu viel kontrollieren willst dann wird die andere Person irgendwann nicht mehr zu dir kommen
00:33:53: um
00:33:53: nach Ahr zu fragen.
00:33:54: Ja das stimmt!
00:33:55: Aber ich meine die Ursache warum man so ist gerade als Mutter kann man versuchen Erklärung zu finden.
00:34:00: bei mir ist vielleicht eine Erklärion dass sich immer alleine war und für euch verantwortlich und ich eine mega Angst hatte dass euch irgendwas zustoßen könnte Weil ich selber einmal im Leben ein sehr unschönes Erlebnis gehabt habe und ich euch einfach nur bewahren wollte.
00:34:14: Und das ist dann zu viel geworden, too much wie man sagt.
00:34:18: Aber inzwischen ist ja alles gut.
00:34:20: Ja vermisst du mich manchmal?
00:34:22: Sehr.
00:34:23: Es vergeht keinen Tag, indem ich nicht an dich denke.
00:34:25: Das ist so.
00:34:27: Einfach weil es immer wieder Momente gibt.
00:34:28: Ich denk an beide Kinder die ich habe.
00:34:31: So häufig würde mir keinste beiden glauben dass es so ist Aber ich denke sehr oft an euch.
00:34:36: So breit ich die Gelegenheit hab, zu kommunizieren mache ich's auch.
00:34:39: Ich warte auch, dass man mit mir kommuniziert möchte!
00:34:42: Ich drängel mich nicht auf.
00:34:45: Danke.
00:34:45: Bitte.
00:34:46: Wir lieben dich, Mami-Leinen.
00:34:49: Jetzt habe ich genug aus dem ...
00:34:51: Meine Stimme wird immer heiser und muss in zwei Tagen wieder mit Susanne aufnehmen.
00:34:56: Deswegen halte ich jetzt mal auf gut Deutsch gesagt die Klappe.
00:35:00: Das ist meine Gutin.
00:35:01: Und
00:35:01: du darfst das Schlusswort machen, Mamy?
00:35:03: Das Schlusswort.
00:35:04: Ich schicke euch ein Schlusswort aus dem schönen Schottland, aus den traumhaften Highlands mit Miescheid im Hund vor meinen Füßen und einem schöner See wo das Wasser ganz glatt ist und die Sonne drauf scheint an alle, die zuhören, schade dass ihr nicht hier sein könnt.
00:35:20: Tschüss!
00:35:24: Ja Leute, das war das Gespräch mit meiner Mama am See in Schotland.
00:35:31: Ich habe mir das jetzt natürlich ein paar Mal angehört, habe versucht so viele Pop-Sounds und Atma wie möglich wegzuschneiden.
00:35:37: Aber Leute ich hab mein Mikro einfach immer viel zu nah am Gesicht!
00:35:41: Ich übe mich auch jetzt schon wieder darin es nicht so nah an meinen Gesicht zu halten.
00:35:46: Ich muss sagen Mama aber so von der Stimme eigentlich eine ganz angenehme Stimme zum Zuhören.
00:35:51: Ich hatte Mama auch noch nie so auf einer Aufnahme gehört mit dem richtigen Mikro hat mir sehr gefallen.
00:35:57: wir sind natürlich Wir haben natürlich in kurzer Zeit sehr viel angeschnitten.
00:36:01: Ich hatte ja schon erwähnt, am Anfang wir gehen so ein bisschen in die Kindheit rein nach Chile wieder zurück nach Deutschland und ich meinte ja vorhin, ich bin so ein bissel emotional geworden beim Schneiden gerade am Ende weil...ich weiß ja nicht ne?
00:36:14: Also ihr hört uns da jetzt reden und hört so eine Momentaufnahme aber ich bin jetzt sieben-dreißig Jahre alt!
00:36:19: Ich bin jetzt seit sieben dreizig Jahren in dieser Beziehung mit meiner Mutter.
00:36:25: Ihr habt natürlich nur so einen kleinen Ausschnitt gesehen.
00:36:28: Und ich musste auch immer selber tatsächlich mich wirklich zurückhalten, weil ich so aus früheren Dynamiken und der Dynamik die meine Mutter und ich früher hatten als es vielleicht nicht so einfach zwischen uns war, da immer dazwischen reden unterbrechen.
00:36:40: das mache ich ganz schön oft und das muss sich ja auch mal anerkennen.
00:36:43: Das hört man ja auch raus also wenn's den ein oder die andere ein bisschen genervt hat dass ich meiner Mutter öfter mal ins Wort gefallen bin.
00:36:49: dann bitte verzeiht mir aber ich erkenne es an und ich übe mich genauso wie sie sich darin übt einen anderen Umgang mit mir zu haben als den, den wir früher hatten.
00:36:59: Aber ja es war früher auch alles nicht leicht also sowohl mit Mamas Backgrounds sowie auch für mich Auswandern wieder zurückkommen.
00:37:07: ich hatte früher dann noch einen Akzenten spanischen als ich wieder nach Deutschland gekommen konnte aber fließen Deutsch Ja in Chile sah ich aber nicht so chilenisch aus.
00:37:14: Ich war immer irgendwie so die die nicht so richtig dahin gehörte Und das macht natürlich was mit einem, ne.
00:37:20: Das ist alles nicht leicht und da sind Mama und ich auch durch Phasen gegangen wo ich auch so sauer war auf Alles was passiert ist und wo wir durch mussten.
00:37:29: und wie schwierig die Kindheit auch war Freu mich aber umso mehr und deswegen hat es mich emotional gemacht an welchem Zeitpunkt Wir jetzt sind und Dann hat Es mich auch noch unfassbar dankbar gemacht weil Ich weiß dass A nicht alle ihre Mami's da draußen noch haben.
00:37:46: Oh Leute, jetzt werde ich richtig traurig.
00:37:48: Es gibt einfach nicht.
00:37:50: jeder hat seine Mami noch und manche haben ihre Mami aber nennen sie nicht Mami sondern nur Mutter und haben vielleicht nicht so einen Kontakt zu ihr.
00:37:58: Und dass meine Mama und ich irgendwie die Kurve bekommen haben und jetzt auf dem Level sind und die Beziehung haben, die wir haben.
00:38:05: Die haben uns hart erarbeitet.
00:38:06: Das hat viel Blut tränen.
00:38:09: Gute vielleicht kein Blut.
00:38:10: Viel Schweiß und Tränen gekostet viele Streitgespräche, viele Briefe dass wir jetzt irgendwie da so sitzen können.
00:38:18: Das heißt ja, verzeiht mir wenn ich da vielleicht doch ein bisschen dominant manchmal meiner Mutter ins Wort gefallen bin.
00:38:25: Ich kann euch aber sagen es war früher wirklich tausend Millionenfach schlimmer und ich bin einfach nur froh das wir die Kurve bekommen haben, dass Mama und ich jetzt so eine gute Beziehung zueinander haben.
00:38:35: Die ist immer noch nicht perfekt!
00:38:36: Wir müssen jetzt nichts zu tun als sei alles heit detail.
00:38:39: Die Arbeit an einem selbst oder in einer Beziehungen im Leben...in unserem Leben geht ja immer weiter Aber ich bin schon irgendwie mächtig stolz.
00:38:48: Aber ja, schwingt immer so ein kleines bisschen Traurigkeit natürlich mit weil man einfach nicht an einem Ort ist und ich nicht mal eben so wie früher Sonntags zum Tatort gucken nach Pankow fahren kann.
00:39:00: zu meiner Familie Ja oder ich weiß nicht wie es euch geht wenn eure Eltern, wenn ihr gut mit denen seid und in der Nähe die wohnen.
00:39:07: Ich bin halt einfach sobald's mir irgendwie mal nicht gut ging oder ich einen Tag hatte wo ich mich echt mehr gefühlt hab habe ich einfach beschlossen zu meiner Mutter um meinem Stiefvater zu gehen...ich find das Wort StiefVater ja so dämlich!
00:39:19: Ich würde ja gerne Vater sagen aber ich hab hier schon ein Vater.
00:39:21: naja ihr wisst was ich meine.
00:39:24: Aber dann einfach zu denen zu fahren was zu essen und sich einfach so zu fühlen als ist man gut umsorgt.
00:39:32: Das ist einfach wunderschön und das habe ich gerade nicht.
00:39:34: Und deswegen war das Gespräch für mich ganz besonders, aber auch der Besuch so.
00:39:38: Ich glaube, ich fange jetzt gleich an zu heulen und bevor es passiert entlasse ich euch denn das will wirklich keiner mitkriegen!
00:39:44: Ich bin hier im bester Gesellschaft Max Moritz und Misha neben mir auf der Couch.
00:39:48: die dürfen sich das jetzt vielleicht anhören.
00:39:52: Scherz Leute alles ist gut Aber ich lieb meine Mama sehr.
00:39:55: wir werden alle nicht mehr jünger und wenn ihr noch nochmal mal habt Und vielleicht irgendwie in Kontakt mit ihr seid oder auch nicht in Kontakt.
00:40:03: Mit ihr seit es aber ändern wollt Ja, ist nie Vorbei ist es nie verloren, es gibt immer noch irgendeine Möglichkeit.
00:40:11: Ich kann aber auch verstehen wenn einige von euch vielleicht gesagt haben mit meinen Eltern habe ich nichts mehr zu tun.
00:40:16: das ist ja auch tatsächlich einfach eine Realität die man wahrhaben muss.
00:40:19: nicht alle Eltern-Kindbeziehungen oder Mama Kindbeziehung sind perfekt oder gut oder ideal.
00:40:26: Ich bin verdammt dankbar dass ich sie habe und jetzt komme ich ins Geschwafel.
00:40:30: also Schickt eurer Mama ein Gruß, wenn ihr sie liebt habt.
00:40:33: Wenn ihr sie erreichen könnt, wenn sie bei euch in der Nähe ist.
00:40:36: und für all die, die keine Mamas mehr haben oder keine gute Beziehung fühlt euch sehr gedrückt von mir und bestimmt auch von Susanne.
00:40:43: Ich bin mal gespannt was sie zu der Folge sagt.
00:40:46: Genau!
00:40:46: Und nächste Woche geht es dann weiter mit richtigem Highland-Content von Susannne und mir.
00:40:53: ich werde tatsächlich heute auch keine Fragen beantworten weil ich würde die Folge einfach gerne so für sich stehen lassen Long Story Short, lange Rede kurzer Sinn.
00:41:02: Ich wünsche euch einen wunderschönen Mittwoch!
00:41:07: Die Woche ist bald vorbei und das Wochenende ist schon um die Ecke.
00:41:10: Es lacht euch schon an und ich kann es kaum abwarten wenn Susanne wieder hier ist und wir euch dann wieder beide genüsslich in die Ohren schwafeln können.
00:41:20: also
00:41:20: ich habe euch lieb.
00:41:21: bis dahin
00:41:22: tschüß.
00:41:24: Das war Sturmfrei in den Highlands, Real Talk aus der Gartensauna mit Ramona und Susanne.
00:41:28: Wenn euch der Podcast gefällt klickt auf Folgen und kommentiert unseren Beitrag.
00:41:32: so verpasst ihr keine neue Folge!
00:41:33: Und wenn euch einmal pro Woche zu wenig ist kein Problem.
00:41:36: Ihr findet uns auf Instagram unter Briefe aus den Highland und Susanna Highlands Stories.
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